Räume für Geborgenheit

Immer wenn die Kinder beim Kochen und Backen mithelfen dürfen, fühlt sich Felix (Name geändert) in der Augustinum Tagesstätte besonders wohl. Er ist mit Freude dabei, Gemüse für den Eintopf vorzubereiten und hilft gern bei allen hauswirtschaftlichen Arbeiten. Aber es gibt auch Situationen, da wird dem Achtjährigen alles zu viel, dann schlägt er um sich, tobt und schreit. Dann findet er keinen Platz für sich in der Welt der anderen und die anderen keinen Zugang zu ihm.


Felix ist Autist und seine Behinderung eine komplexe Störung des zentralen Nervensystems, die ihn hochsensibel auf Veränderungen in seinem Umfeld reagieren lässt. Sinnesreize prasseln ungehindert und intensiv auf ihn ein, Lärm setzt ihn extrem unter Stress. Was er dann braucht, ist ein Lieblingsort, einen Platz, an den er sich zurückziehen und entspannen kann von dem Trubel um ihn herum. Lieblingsorte sind mehr als eine mit Kuscheltieren eingerichtete Ecke, sie bieten Kindern wie Felix Struktur. Als Teil eines pädagogischen Raumkonzepts mit verschiedenen Bereichen zum Essen, Spielen oder Rückzug geben sie ihnen die Möglichkeiten, die Nähe oder den Abstand zu halten, der ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Sie sind genau das, was sich die Erzieher der Tagesstätte des HPCA für „ihre“ Kinder wünschen. Bei Felix, der einer von ihnen ist, haben sie erlebt, wie wohltuend sich eine solche Struktur auswirkt: seine Unruhephasen werden seltener, er wirkt ausgeglichen und mit sich im Reinen. Durch den bevorstehenden Neubau der Tagesstätte eröffnet sich die Chance, allen Kindern, die hier betreut werden, solche Lieblingsorte zu schaffen.


Bei der Raumgestaltung soll ein bewährtes pädagogisches Konzept zum Einsatz kommen: „Bauen für Geborgenheit“ schafft durch die Unterteilung der Räume in unterschiedliche farbliche Zonen auf mehreren Ebenen eine Struktur, die den Kindern Sicherheit und Orientierung gibt. So entsteht eine Atmosphäre für eine optimal auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmte individuelle Förderung.


„Bauen für Geborgenheit liegt leider außerhalb des finanziellen Rahmens, den uns die Kostenträger zur Verfügung stellen. Fünf Räume können wir aus eigener Kraft finanzieren. Für die weiteren acht sind wir auf Unterstützung angewiesen“, erklärt Dr. Matthias Heidler, Geschäftsführer der Pädagogischen Einrichtungen des Augustinum. „Die Kosten für die acht Räume summieren sich auf 160.000 Euro. Eine hohe Summe, die sich aus vielen Mosaiksteinchen zusammensetzt. Dafür suchen wir ab jetzt MÖGLICHMACHER mit dem ihnen möglichen Beitrag. Mit Ihrer Hilfe können wir für Felix und die anderen Kinder Geborgenheit bauen und ihnen Freiräume zur Potenzialentfaltung eröffnen.“

Spendenkonto:
Augustinum gGmbH Pädagogische Einrichtungen
IBAN: DE75 5206 0410 0005 3516 00 (Evangelische Bank)
Verwendungszweck: Bauen für Geborgenheit

Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

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Hintergrundinformation zur Einrichtung

Die Augustinum Tagesstätten fördern Kinder und Jugendliche im sozial-emotionalen Bereich und unterstützten sie beim Erwerb lebenspraktischer Kompetenzen. In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Eltern wird ihnen eine bestmögliche Persönlichkeitsentwicklung ermöglicht. Im Alltag wird in der Gruppe gelebt, Ausflüge unternommen und am gesellschaftlichen Leben sowie an öffentlichen Freizeitangeboten teilgenommen – immer getreu dem Grundsatz: "Fördern ohne zu überfordern".

Weitere Informationen zur Einrichtung unter http://www.hpca.de/angebote-fuer-kinder-und-jugendliche/tagesstaette/